In Erinnerung an Biji Surinder Kaur

Am 10. März feierten wir den Geburtstag von Biji Surinder Kaur und hatten gleichzeitig den 19. März vor Augen, den Tag ihres Abschieds. Wenn solche Daten so nahe aufeinander folgen, veranschaulicht das geradezu symbolhaft, wie kurz und begrenzt das Leben ist. Bijis ganze Persönlichkeit zeigte, wie wertvoll diese begrenzte Spanne sein kann, wenn man sie nutzt, um mit dem Unbegrenzten, dem Ewigen in Verbindung zu kommen.

Ihr Leben war durch und durch geprägt von Hingabe und Liebe zu Sant Kirpal Singh, und das strahlte auf andere aus. Er lehrte, “Lerne zu sterben, damit du zu leben beginnen kannst“, das bedeutet, die Praxis der Meditation, die über das Körperbewusstsein führt. So konnte man Biji in tiefer Meditation sehen, aber ebenso sah man sie tatkräftig zupacken, immer bereit, für andere da zu sein. Für sie bedeutete das Ende eines erfüllten Lebens nur einen Schritt über die Schwelle – für die, die sie liebten, ist es ein Schmerz.

Sie selbst erzählte, wie einmal Sant Kirpal Singh mit seinem Meister Baba Sawan Singh über den Schmerz der Trennung sprach und dieser zu ihm sagte: “Du wirst sehen, dass das Leben wie ein Traum vergeht, und du solltest darüber sprechen, was du in dem Traum gesehen hast“. Am Ende antwortete Sant Kirpal Singh; “Vögel fliegen mit zwei Schwingen nach oben. Freude und Traurigkeit sind wie die beiden Flügel, mit denen man fliegt.“ Beide sind Teil des Lebens und beide verbinden uns mit dem, den wir lieben.