Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

Mahatma Gandhi

Ethisch leben

Richtlinien für eine ethische Lebensweise finden wir in allen Religionen, seien es die zehn Gebote, die Bergpredigt von Christus oder der achtfache Pfad des Buddha. Leider werden sie oft nur als Einschränkung empfunden, wenn man nicht tiefer geht und sie nur von außen betrachtet.

In der Spiritualität kommt die Motivation für eine ethische Lebensweise von innen. Aus dem Bewusstsein heraus, dass alles Leben eins ist, möchte man niemanden verletzen, niemandem schaden.

Durch diesen Blickwinkel entsteht auch das Bedürfnis, nicht mehr zu nehmen, als man braucht – zwischen Wunsch und Notwendigkeit zu unterscheiden. Wie wichtig das in der Auswirkung auch für unsere Erde und die Umwelt ist, wird uns heute immer mehr vor Augen geführt. Ob es die Probleme der Welternährung, Tierleid, Klimawandel oder Wirtschaftskrise betrifft, die Lösung liegt immer in einem Bewusstseinswandel. Diesen aber kann man weder per Gesetz erzwingen, noch mit Druck oder Zwang erreichen. Mit einer spirituell orientierten, achtsamen Lebensweise kann man nicht nur für sich selbst etwas ändern, sondern auch eine Inspiration für alle anderen sein.

In Indien nennt man eine solche Lebensweise Sadachar. Sant Kirpal Singh erklärt den Begriff folgendermaßen:
Das Wort Sadachar ist nicht einfach zu übersetzen (…). Kurz gesagt steht es für ein gutes und reines Leben. Es beinhaltet keine starren Regeln oder festgelegte moralische Vorschriften, sondern empfiehlt Reinheit und Einfachheit, die von innen nach außen ausstrahlt und wirkt, und jede Handlung, jedes Wort, jeden Gedanken durchdringt.

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Wir müssen lernen, alle Lebewesen zu lieben, insbesondere unsere Mitmenschen, denn sie sind alle Kinder desselben höchsten Vaters. Dann sind wir nicht nur wahr zu uns selbst, sondern auch gegenüber der Gesellschaft, der Nation oder dem Land, dem wir angehören, und darüber hinaus, gegenüber der ganzen Menschheit. Das führt zur allmählichen Ausdehnung des Selbst, bis es das ganze Universum umfasst und man zu einem Weltbürger mit kosmopolitischer Sicht im wahrsten Sinn des Wortes wird.

Sant Kirpal Singh

Friede beginnt im Herzen

Interview mit Dr. Harbhajan Singh, Weltkonferenz zur Einheit des Menschen 1994

Frage: Die Situation in der Welt ist sehr kritisch. Es gibt viele Kriege, so viel Hass und Feindseligkeit, die Menschen verstehen einander nicht. Was kann man tun?

Dr. Harbhajan Singh: Es sollte bei uns selbst beginnen. Zuerst müssen wir unser eigenes Zuhause in Ordnung bringen. Und wenn wir uns selbst gegenüber aufrichtig sind, sind wir auch anderen gegenüber aufrichtig. Dieses Problem beginnt von Mensch zu Mensch und setzt sich fort von Land zu Land, von Religion zu Religion. Wie ich Ihnen sagte, muss man das vom Herzen her erkennen können, dann gibt es kein Problem.

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Sant Kirpal Singh, Der natürlichste Weg

Dr. Harbhajan Singh, Harmonie

Selbstlos dienen