Sant Kirpal Singh sagte einmal: "Ich habe viele Anhänger, aber nur wenige Schüler." In der Tat, die Bezeichnung "Gurmukh" - vollkommener Schüler -, die so oft in der Lehre erwähnt wird, ist nicht nur theoretisch unbeachtet geblieben; es hat wirklich nicht viele gegeben, die sich diesem Ideal entsprechend entwickelten. Von ihnen aber sprachen die Meister in hohen Worten und bezeichneten sie als "wahre Schüler, die eins sind mit dem Meister". Kabir sagte: "Jeder möchte Meister sein, niemand wird ein Schüler."
Nach dem physischen Weggang Sant Kirpal Singhs erhoben unzählige selbsternannte "Meister" den Anspruch, Sein Nachfolger zu sein.
Von ihnen waren es vorwiegend vier, die in den Westen kamen und von dem hohen Ansehen Sant Kirpal Singhs profitierten. Sogar Sein eigener Sohn, Darshan Singh, konnte der Versuchung nicht widerstehen und brachte unter dem Einfluß seiner Familie (was er selbst zugab) ein gefälschtes Testament ins Spiel. Dies und andere Faktoren verursachten eine große Spaltung im Sangat, denn es war überall bekannt, daß Sant Kirpal Singh oft erklärt hatte,
- daß die Kraft der Spiritualität nicht durch ein Testament übertragbar ist,
- daß niemand aus Seiner Familie jemals Sein Nachfolger sein würde.
(Dies wurde in Seiner Broschüre "Sat Sandesh" abgedruckt.)
Außerdem war Darshan Singh kein Schüler Sant Kirpal Singhs, sondern war von Hazur Baba Sawan Singh initiiert. Es ist aber ein Gesetz, daß der Nachfolger eines Meisters dessen Schüler gewesen sein muß. Denn die Kompetenz des Meisters beweist sich darin, daß er fähig ist, mindestens einen Schüler zur Vollendung zu bringen. Diese allseits bekannten Tatsachen wurden im Laufe der Zeit verdreht, und als Darshan Singh unerwartet starb, wurde sein Sohn Rajinder Singh ebenfalls durch ein Testament "bevollmächtigt", als Darshans Nachfolger weiterzuarbeiten.
Ein anderer, Ajaib Singh, wurde mit Hilfe einer bestimmten Gruppe und durch den Irrtum eines Schülers, der eine physische Ähnlichkeit für ein Kriterium der Meisterschaft hielt, eingesetzt. Dieser sogenannte "Meister" war jedoch nicht einmal von Sant Kirpal Singh initiiert.
Bedauerlicherweise geschah dies alles vor allem durch die Unterstützung der alten Schüler (aus der Zeit Sant Kirpal Singhs), die behaupteten, den wahren "Nachfolger" zu kennen, und nicht zögerten, dabei "innere Erfahrungen" gelten zu lassen, welche jeder Initiierte laut den Initiationsanweisungen ablehnen müßte. Manchmal distanzierten sich die Befürworter der jeweiligen sogenannten "Meister" nach kurzer Zeit wieder von diesen, wie im Fall von Divyanand, auch "Soamiji" genannt. Er behauptet, die Meisterschaft durch eine innere Erfahrung erhalten zu haben, und wurde von der damaligen Satsangbeauftragten für Europa als "neuer Meister" präsentiert. Doch innerhalb eines Monats zerstritten sie sich wegen Geldangelegenheiten. Unterstützt durch eine bestimmte Gruppe innerhalb der alten Schülerschaft begann Divyanand sein "Werk" an einem anderen Ort und verwendet sehr viel Aufmerksamkeit auf die Übersetzung der Veden.
Wenn man jetzt nach mehr als 20 Jahren zurückblickt, kann man sehen, daß all das auf Kosten der Lehre geschah. Alle Arten von Zugeständnissen wurden gemacht, bei den inneren Erfahrungen, dem ethischen Leben, geistigem Heilen und vielem mehr - nur um Anhänger zu gewinnen. Was für ein hoher Preis!
Auf dem tiefsten Stand jedoch ist Thakar Singh. Er wurde von Taiji eingesetzt, deren Einfluß im Sangat sehr groß war, da sie zwei Meistern gedient hatte. Zu aller Anfang gab er das Versprechen, entsprechend den Anweisungen Sant Kirpal Singhs zu arbeiten: nur als ein Botschafter. Doch bereits zu jener Zeit war es offensichtlich, daß er eine Schwäche für die Reize weiblicher Anziehungskraft hatte, und seine wiederholten Fehltritte, bei denen ihn auch nicht störte, daß er verheiratet war, hinderten ihn nicht daran, die Rolle eines "Meisters" zu spielen, wobei ihn einige aktive Anhänger unterstützten, ihn in den Westen brachten und dort bekannt machten. Durch das freizügige Verhalten im Westen hatte er Gelegenheit, seine Fehler zu wiederholen. Als Leute aus seinem eigenen Management eine Reihe solcher Verfehlungen aufdeckten, gab er es selber zu und erklärte es damit, daß "sich Teufel seines niederen Selbstes bemächtigt" hätten. Der Mißbrauch von Frauen setzte sich fort und wurde entschuldigt mit der Erklärung, Thakar Singh nähme auf diese Weise "das Karma der Frauen auf sich".
Dazu kam, neben vielen anderen Dingen, die niemals mit der Lehre eines kompetenten Meisters in Einklang zu bringen sind, daß Thakar Singh den Ratschlag gab, Babys und Kindern täglich stundenlang die Augen zu verbinden und die Ohren mit Silikonstöpsel zu verschließen, um sie "meditieren" zu lassen und sie "vor dem Einfluß der äußeren Welt zu schützen". Es ist keine Frage, welch großer Schaden den Kindern auf diese Weise zugefügt wird.
Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie sehr Thakar Singhs persönliches Verhalten und seine Praktiken im Widerspruch zu den Lehren der kompetenten Meister stehen. Diese Fakten sind nicht nur den Medien entnommen, die nur den weltlichen Aspekt dieses Dramas aufzeigen können. Thakar Singh verfolgt jetzt seine eigene Arbeit, die völlig unvereinbar ist mit der Arbeit von Sant Kirpal Singh und der Lehre des Sant Mat.
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Weder der Guru ist echt noch der Schüler; Kabir |
Genaue Ausführungen über die Ereignisse nach dem Weggang Sant Kirpal Singhs und Seine Anweisungen für Seine weitere Mission sind in der Broschüre "Worte von Sant Kirpal Singh 1/91" nachzulesen. Man kann es unter der Adresse bei Unity of Man kostenlos bestellen.