Dr. Harbhajan Singh
Wahre Schülerschaft und Nachfolgeschaft

Dr. Harbhajan SinghDr. Harbhajan Singh (Bhaji) und Seine Frau H.H. Surinder Kaur (Bhiji) standen Sant Kirpal Singh sehr nahe. Vom ersten Tag an nach ihrer Initiation begannen beide, für Ihn zu arbeiten.

Es war vielen bekannt, daß Sant Kirpal Singh sie ins Vertrauen zog und ihnen von Anfang an verantwortungsvolle Aufgaben übertrug. Oft fragte Sant Kirpal Singh Bhiji vor allen anderen nach ihren inneren Erfahrungen und bestätigte sie öffentlich.

Am 2. April 1974 begann Sant Kirpal Singh dem Sangat Hinweise zu geben, daß Er den Körper verlassen würde. Während eines zehnstündigen Gesprächs mit Bhaji in Dehra Dun am 4. April 1974 gab Sant Kirpal Singh Ihm ein Schriftstück mit den Initiationsanweisungen sowie mündliche Anweisungen für den weiteren Verlauf der Mission. Später gab Er Ihm außerdem eine Kassette, auf der die letzte Initiation aufgenommen war, und man hört, wie Sant Kirpal Singh selbst die heiligen Namen, oder den Simran, spricht. Einige, die den näheren Zusammenhang nicht kennen, meinen nun, die Initiation geschehe "durch eine Kassette" und könne nicht gültig sein. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen technischen Vorgang. Durch die Garantie Sant Kirpal Singhs, der noch immer Seine Arbeit tut, haben die Namen nach wie vor ihre Ladung. Dr. Harbhajan Singh nahm dieses wertvolle Geschenk von Seinem Meister glücklich an und erinnerte sich an Sant Kirpal Singhs Worte, daß Er die Namen niemals selbst ausgesprochen hätte, wenn Er die Stimme Seines eigenen Meisters auf Kassette gehabt hätte.

Am 27. Juli 1974 sprach Sant Kirpal Singh in Delhi Seinen Wunsch aus, den Körper zu verlassen, und bat Bhaji, am 19. August wieder nach Delhi zu kommen. So war Dr. Harbhajan Singh bis zum letzten Augenblick an der Seite Sant Kirpal Singhs. Er sprach mehrmals darüber und enthüllte auch etwas von dem Moment voller Tragweite, bevor Sant Kirpal Singh den Körper verließ: "Ich saß in einer Ecke des Raumes in Meditation. Ich hörte Seine Stimme in meinem Ohr: 'Sei nicht traurig, ich werde dich nicht verlassen.' Als ich mich erhob, sah Meister mich an - und ich erkannte, daß in Seinem Auge das ganze Geheimnis des Pfades von der ersten bis zur achten Ebene verborgen war. Wir nennen es das 'Dritte Auge' - in diesem Dritten Auge war das gesamte Mysterium verborgen. Im selben Augenblick erkannte ich, daß dieses Auge von niemandem abhängig sein kann. Und ich verstand gleichzeitig, daß darin der Halt für Seinen gekauften Sklaven lag, denn ich hatte oft gedacht, daß ich, wenn Meister uns je verließe, meinen Halt in dieser Welt verlieren würde, denn meine Augen würden niemals wieder den Blick eines anderen aufnehmen können." Entsprechend der indischen Tradition wäre es für Dr. Harbhajan Singh sehr einfach gewesen zu behaupten, Er sei der Nachfolger. Er aber hielt sich strikt an die Anweisungen Sant Kirpal Singhs und bezeichnete sich selbst als einen "gekauften Sklaven" seines Meisters. Mit den Worten Seines Meisters als Stütze ging Er überall hin, um dem Sangat die Anweisungen von Sant Kirpal Singh zu übermitteln.
Doch die meisten der Schüler glaubten Ihm nicht und begannen sofort, nach einem Nachfolger Ausschau zu halten. Innerhalb weniger Tage gab es eine Spaltung im Sangat, und viele selbsternannte "Meister" hatten ein leichtes Spiel.
Bhaji jedoch lehnte es strikt ab, als Meister angesehen zu werden. Es war Seine Größe, daß Er als Bruder arbeitete - das ist auch die Bedeutung von "Bhaji". Am Anfang stand Er mit Bhiji fast allein. Im Äußeren war Seine Lage äußerst schwierig, im Inneren aber war Meisters Gnade mit Ihm - dies ist heute, nach mehr als zwanzig Jahren, auch an den Resultaten zu sehen. Bhaji hielt die Lehre auf ihrem hohen Niveau und machte Unity of Man zu einer internationalen Bewegung - nicht dadurch, daß Er Massen von Menschen anzog, sondern indem Er den Wunsch Seines Meisters erfüllte. Parallel dazu schuf Er das Projekt "Kirpal Sagar" in Indien, mit dem Sant Kirpal Singh Ihn beauftragt hatte. Als Dr. Harbhajan Singh am 25. September 1995 Seinen Körper verließ, hatten sich durch Ihn Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammengefunden, um im Namen Sant Kirpal Singhs zu arbeiten. Dieser hatte gesagt: "Meine Kinder sind in der ganzen Welt zerstreut, sie werden zusammenkommen, und es wird eine spirituelle Revolution geben." Diese Zeit ist jetzt gekommen.
Nach Bhajis Weggang hielten alle zusammen und setzten die Arbeit ohne Unterbrechung fort. Bhaji verließ seinen Körper als bewußter Mitarbeiter, als Gurmukh, und Sein Weggang hatte innere Gründe.
Dazu sagte Bhiji am 23. Juni 1996 in St. Gilgen:
"Bevor Meister Seinen Körper verließ, gab Er Bhaji Sein Wort, und ebenso gab Bhaji mir Sein Wort, daß alles so weitergehen wird wie bisher. Mit Seinem Weggang lehrte Er uns die Lektion des Gurmukh, der nur für Meister lebte und eins mit Ihm wurde. In Seinen Satsangs hat Bhaji immer darüber gesprochen, wie ein Schüler sein soll, und Er hat es selbst unter Beweis gestellt. Ich kann nicht beschreiben, was für eine Ausstrahlung Er hatte und mit welcher Freude Er ging. Niemals zuvor in Seinem Leben hatte ich eine solche Freude in Seinem Gesicht gesehen. Und ebenso ist die Freude der Meisterkraft, wenn Sein Schüler so geht.
Bhaji, der vorher mit uns zusammen war, ist jetzt eins mit der Höchsten Kraft. Er verließ seinen Körper nicht als ein Gefangener, sondern entsprechend Meisters Willen. Sein Leben war Leben für die Mission und die ganze Welt. Er brachte Meisters Mission in der Welt zum Blühen und ging dann nach innen. Das stellt die Kompetenz eines wahren Gurmukh und Seines Meisters unter Beweis. Auf der Ebene, die Er erreichte, ist alles nur noch die Geschichte der Liebe zwischen Meister und Seinem Gurmukh.
Bhaji kümmerte sich immer um Meisters Gesundheit, und Meister sagte zu Ihm: 'Du bist Gottes Arzt.' Alle wußten, wie nahe Bhaji Meister stand. Meister übergab Ihm Seine Anweisungen für die Mission und für Kirpal Sagar, und Er erfüllte sie Sein ganzes Leben lang. Bhaji war damals bis zum letzten Augenblick bei Meister, und auch danach regelte Er alles und kümmerte sich um Meisters physische Hülle. Daß Bhaji diese Pflicht von Meister übertragen bekam, bedeutet, daß Er eins war mit Ihm. Wo aber waren die, die heute behaupten, Seine Nachfolger zu sein? Keiner von ihnen war dabei, als Meister Seinen Körper verließ. Es liegt an ihnen selbst zu beurteilen, wo sie stehen.

Diese selbsternannten Nachfolger haben Meisters Lehre, die strahlt wie die Sonne, auf eine Kerzenflamme reduziert. Meister ist niemals abhängig von weltlichen Ehrungen, wogegen die selbsternannten Nachfolger darauf großen Wert legen. Nach Meisters Weggang waren alle käuflich und änderten die Lehre entsprechend ihren Motiven. Bhajis Wunsch aber war es, daß niemals auch nur eine Zeile geändert wird, daß die Linie genau eingehalten und die Theorie wirklich in die Praxis umgesetzt wird. Es war Sein Wunsch, die Lehre in die ganze Welt zu bringen. Er betonte, daß diese höchste Kraft auf genau dieselbe Art weiterwirkt wie vorher. Bei Unity of Man wird die Lehre immer ganz genau der Wahrheit entsprechen und so die Menschen von selbst anziehen, weil sie alles praktisch verwirklicht sehen. Bevor Bhaji ging, sicherte Er zu, daß bei Unity of Man die Lehre immer frisch und klar sein wird.

Dr. Harbhajan Singh & Surinder KaurWie die Allmächtige Kraft zuvor durch Bhaji gewirkt hat, wirkt Sie nun durch Bhiji. Sie ist beauftragt die Arbeit weiterzuführen, und so folgt die Mission auch weiterhin derselben Linie die Meister vorgegeben hat.

Bhajis einziger Wunsch an Meister war, daß sich die Mission in der ganzen Welt verbreiten sollte. Meister war darüber sehr glücklich. Er sagte, daß niemals vorher jemand diesen Wunsch an Ihn gerichtet hatte. Bhaji bat Meister, als Schüler (Gurmukh) arbeiten zu dürfen. Meister gab Seine Zustimmung und fügte hinzu: ‚Du bist mein gekaufter Sklave, aber Deine Bedeutung wird nicht geringer sein als die eines Heiligen.' Bhaji setzte Sein ganzes Leben für die Mission ein und brachte sie überall zum Erblühen.
Meister hat einen solchen Gurmukh entwickelt, daß Meisters Name Zeitalter über Zeitalter erstrahlen wird. Ein solcher Gurmukh zu werden ist nur einem unter Millionen möglich. Es ist alles Meisters Gnade."